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Am Abend der Anreise hörten wir von Herrn Himmelsberger erst mal die schlechte Nachricht : Unser geschätzter
Wanderführer Werner ist leider krank! Das hat uns natürlich leid getan, aber wir haben die harte Realität
furchtlos akzeptiert. Was sollten wir auch machen, wir mussten nun mit allen drohenden Gefahren im eisigen,
veschneiten Wald völlig auf uns selbst gestellt fertig werden. Der Freude über das Wiedersehen tat das keinen Abbruch,
und der Abend verging beim angeregten Plauschen so schnell, dass wir nicht mal Zeit für ein Gesellchaftsspiel hatten.
Ein Lob auf den Herbergsvater! Er ließ uns nicht im Stich und unterstützte uns nach Kräften. Und so wurden wir am nächsten Morgen erst mal unter seiner fachkundigen Anleitung ausgerüstet und nach einer "Aufwärmrunde" mit ihm noch mit einigen Tips zur Streckenführung und einer Wanderkarte versorgt. | |||
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Letzendlich befanden wir uns dann mit guter Laune alleine im unter diesen Schneemassen ziemlich unbekannten
und fremd wirkenden "Black'n'White Forest". Frohgemut unternahmen wir diese Expedition ins Unbekannte, immer
eingedenk Werners Rat: "Wenn man nicht mehr weiß, wo man sich befindet, dann immer bergauf gehen, nie bergab!".
Leider konnten viele von der Herbstgruppe den Termin so kurzfristig nicht wahrnehmen. So war die Gruppe diesmal
viel kleiner, wurde aber von einer neu hinzugekommenen guten Wanderkameradin namens Heike verstärkt.
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Nach Abschluss aller wichtigen Vorbereitungen ging es dann zum Anfang einem einfach zu begehenden Weg zur
Renchtalhütte. Auf dem ziemlich großen Panoramabild ist eigenlich auch die Alexanderschanze zu sehen, wegen der
tief hängenden Wolken und häufigen Schneefälle ist aber zum Beispiel das dort stehende Windrad gar nicht zu erkennen.
Je nach verwendeten Browser müsst ihr euch das Bild vielleicht mal runterladen und mit einem geeigneten
Bildbetrachtungsprogramm anschauen. Der Internet-Explorer von Windows hat zum Beispiel oft die unangenehme Eigenschaft,
jedes Bild auf einen Bildschirmbreite zu quetschen. Das sieht dann natürlich überhaupt nicht gut aus.
Die Einzelbilder des Panoramas findet ihr hier.
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Nach einer Rast- und Vesperpause hoch über dem Renchtal ging es dann auf dem "Antogastweg" wieder bergan, fast
300 Höhenmeter erwarteten uns. Hier war gar nix geräumt, und selbst mit Schneeschuhen sinkt man locker 10 cm in die
Schneedecke ein. Das kostete dann schon ein bisserl Kraft, aber ohne die Schneeschuhe wär's der reinste Kampf geworden,
denn dann wären wir bei jedem Schritt erst ab einen halben Meter unter der Schneeoberfläche auf so etwas
ähnliches wie festen Grund und Boden gestoßen.
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Die unerschrockenen und tapferen Mitglieder des Erkundungsteams bei einer kurzen Verschnaufpause. Bei dieser
Gelegenheit sei um Nachsicht für die teilweise schlechte Bildqualität gebeten, die der ebenso verwegene
Expeditionsphotograph hier anbietet. Der Schnee reflektiert teilweise soviel Licht,dass der Belichtungsmesser der
Kamera doch öfter seine liebe Not hatte. Aber jeder möge selbst entscheiden, welche Bilder ihm wichtig sind.
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Eine letzte Rast, denn nur noch ein kurzes Stück führt der Antogastweg bergan. Die Einzelbilder des Panoramas findet
ihr hier. Als wir die Höhe erklommen hatten, gabs erstmal eine Stärkung in
flüssiger und heißer Form in der Talstation des Zuflucht-Skilifts. Wegen anhaltend guter Laune wurde dann noch eine
Extrarunde zum Lotharpfad in das aktuelle Programm aufgenommen.
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Erinnert ihr euch an den Morgen im Herbst, an dem wir von der Zuflucht über die (Räschen-?) Schanze zum Lotharpfad
gewandert sind? Die wunderschöne Aussicht von diesem Weg war am heutigen Tag nicht wirklich weit.
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Einigermaßen erschöpft wurde dann zum fortgeschrittenen Nachmittag gerne eine Loipe als kraftsparende Alternative genutzt.
Selbstverständlich sind wir nur in der Mitte zwischen den beiden Spuren gelaufen. Inmitten der wunderschönen abendlichen
Winterstimmung gelang es der Expedition dann noch, eines der urigen Schneehöhen-Messgeräte zu entdecken, welche von der
einheimischen Bevölkerung in unterschiedlichen Varianten hergestellt werden.
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Der letzte Aufstieg zum Basislager forderte noch einmal eine große Kraftanstrengung von allen Teilnehmern. Aber mit
dem ungebrochenen Willen, die Erforschung des winterlichen Schwarzwaldes erfolgreich zu beenden, wurde der letzte steile
Anstieg zur Schanze in Angriff genommen. Die zahllosen Gefahren dieser nahezu unerforschten Wildnis haben das Team
fest zusammengeschweißt und Dank dieser überagenden Kameradschaft gelang es allen Teilnehmern, das Basislager bei
bester Gesundheit zu erreichen. Die gute Frau Himmelsberger hat dann mit einem zünftigen und schmackhaften Abendessen
dafür gesorgt, die leeren Energiedepots der Wanderer wieder aufzufüllen. Der Abend darauf war dann etwas kürzer,
aber für einen labenden Tropfen, hergestellt aus den verschiedenen einheimischen landwirtschaftlichen Produkten, hat
es dennoch gereicht.
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Hier sieht man die Teilnehmer der aufsehenerregenden und erfolgreichen Schwarzwald-Schneeschuh-Expedition am
"Morgen danach". Mit dem wie immer in der Zuflucht reichlichen und abwechslungsreichen Frühstück wurden die
letzten Defizite der Energiedepots ausgeglichen. Die Beine spürt man schon etwas, die Belastung beim Wandern
mit Schneeschuhen ist doch sehr ungewohnt und neu. Das soll natürlich nicht heißen, dass irgendeines der
gut durchtrainierten Mitglieder der gestrigen Expedition nicht vollständig einsatzfähig gewesen wäre.
Im Gegenteil! In hervorragender Stimmung und bei bester Wetterlage wurden schon neue Pläne zur Erforschung dieses Gebietes geschmiedet. | |||
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Es sollte heute im Besonderen um die Erforschung der Ernährungsgewohnheiten in dieser Region
gehen. Schon bald konnten einige Bauten entdeckt werden, die nach eingehender Beratung und Bewertung
eindeutig der einheimischen Bevölkerung zugeordnet werden konnten. Mit der Entdeckung der "Habererhütte"
konnte auch ein absolut sensationeller Fund dokumentiert werden. Nach intensiver Untersuchung konnten
wir feststellen, dass dieses schöne und funktionelle Bauwerk wohl von einer ganz speziellen
(und überaus schützenswerten), hier anzutreffenden
Spezies gerne genutzt wird. Es handelt sich um den "notorischen Wanderer" (oft auch als "Gemeiner Waldläufer"
klassifiziert), der in diesem tagsüber geöffneten Bau alles vorfindet, was ihm die Nahrungsaufnahme
angenehm gestaltet, Schutz vor den Unbilden der Witterung und Gelegenheit für Ruhepausen bietet.
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Bald stellten wir fest, dass es diese Art Bauten auch in einer wesentlich größeren Variante gibt. Hier war es
uns möglich, eines der berühmten Produkte zu verkosten, die den Namen dieser Region in aller Welt verbreiten.
Es handelte sich um eine "Schwarzwälder Kirschtorte" (Schreibweise kann vom Original abweichen), die uns in der Renchtalhütte serviert wurde und in
allgemeiner Übereinstimmung die Wertung von 15 Punkten auf der nach oben offenen Kirschtorten-Skala erreichen
konnte. Ein beachtlicher Wert !
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Kirschtorten-selig marschierten wir dann bei allerbesten Wetter wieder in Richtung des Basislagers. Aber es sollte
noch weitergehen mit den aufsehenerregenden Entdeckungen dieses Tages.
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Einigermaßen fassungslos standen wir kurze Zeit später vor einer weiteren Variante der hiesigen Schneehoehen-Messinstrumente.
Die schlichte Gestaltung, das durchdachte und funktionelle Design, die erstklassige handwerkliche Verarbeitung
begeisterte uns und regte zu immer neuen Diskussionen an. Wie man auf den weiteren Bildern sehen kann, ist der Einsatz
dieser Instrumente in dieser Region auch absolut angebracht, auch wenn sie in der warmen Jahreszeit scheinbar
sinnlos in der Gegend rumstehen.
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Die weltbewegenden Entdeckungen dieser überaus anstrengenden und gefahrvollen Expedition in eine der
schönsten Regionen im alten Europa sind Lohn genug für alle Mühen und führten zu neuen Ideen für weitere
Entdeckungsreisen. So gab es zum Beispiel Vorschläge für eine Erkundungstour mit den Rädern, was trotz
steiler Berge wohl sehr gut möglich sein soll. Auch eine mehrtägige Wanderung auf dem Westweg wurde
vorgeschlagen. Neue Ideen gibt es sicher noch mehr, über die Email-Liste sind sie auch schnell verbreitet.
Vielleicht tut dann der Werner auch wieder mit, fänden wir toll. Oder wir treffen uns irgendwann mal wieder bei einer
Veranstaltung des Jugendherbergswerks. Oder bei der toll organisierten Silvesterparty in der Zuflucht
(fragt mal bei Volker nach, der kann dazu was erzählen). Oder.., oder.., ...
Jedenfalls ist es schon ein seltenes Geschehen, das so ein Wiedersehen in unserer Zeit überhaupt gelingt, darüber kann man wohl sehr froh sein. Irgendeiner muss halt das Heft in die Hand nehmen. Werner, das hast du gemacht, Danke schön. Schade, dass du nicht dabei sein konntest. Allen Wanderfreunden wünschen wir allzeit ausreichend Profil unter den Sohlen! Tschau, bis zum nächsten Mal. | |||